Mal ehrlich, der Sinn des Weihnachtsfestes ist durchaus ein wenig verloren gegangen in den meisten Familien. Man hetzt durch die Gegend und sucht passende Geschenke für jeden in der Familie, kurz vor den Feiertagen folgen ausgiebige Streifzüge durch die Supermärkte, denn über Weihnachten kommen Gäste, die bewirtet werden möchten. Gastgeber stehen am Heilig Abend oder an den Weihnachtsfeiertagen stundenlang in der Küche und zaubern das Festessen für die Familie und den Besuch.
Dabei ist Weihnachten ein besinnliches Fest. An den Feiertagen ist meist die ganze Familie versammelt und man hat wirklich einmal Zeit um sie ausgiebig miteinander zu verbringen. Diese Zeit sollte man nutzen und vielleicht mal wieder ein paar Spiele miteinander spielen.
Für Kinder gibt es kaum etwas Schöneres, als eine ausgiebige Runde Monopoly mit den Eltern, oder je nach Alter des Kindes, ein anderes Spiel. Auch wenn gerade ältere Kinder in der heutigen Zeit gewohnt sind, vorwiegend alleine zu spielen – meist an Spielekonsolen – so kann doch kaum etwas die fröhliche Runde innerhalb der Familie ersetzen, wenn man gemeinsam ein Gesellschaftsspiel spielt.
Wir kennen das alle, die Weihnachtsgeschenke, die dann später umgetauscht werden, weil sie einfach nicht gefallen, nicht passen oder vollkommen nutzlos sind.
Es geht nicht einfach darum, irgendein Geschenk zu haben, damit man eines hat, das man überreichen kann. Man sollte sich durchaus ein wenig Gedanken machen über die Person, die man beschenken möchte. Wer konsequent der eigenen Mutter über Jahre hinweg immer wieder das gleiche Parfüm geschenkt hat, kann eventuell davon ausgehen, dass sich auch deren Geschmack inzwischen verändert hat. Es ist also durchaus angebracht, einmal einen neuen Duft zu probieren, oder statt des Parfüms vielleicht einmal einen schönen Pullover zu schenken, eine Handtasche oder einen edlen Schal?
Am erfolgreichsten mit den ausgewählten Weihnachtsgeschenken sind meistens die Menschen, die den Stress vermeiden, sich drei Tage vor Weihnachten ins Getümmel zu stürzen und schnell noch irgendwas zu kaufen, sondern statt dessen über das Jahr verteilt Geschenke für Weihnachten kaufen.
Angesichts des derzeit so günstigen Dollarpreises lohnt es sich vielleicht sogar, während des Jahres einen Kurzurlaub zu buchen und berühmte Shoppingmeilen zu besuchen. New York bietet sich derzeit an – und da findet man sicher Geschenke für seine Lieben, die durchaus etwas Besonderes darstellen.
In vielen Familien ist es üblich, dass am Heiligen Abend die traditionelle Weihnachtsgans serviert wird. Sorgfältig wird eine Füllung zubereitet, danach brutzelt der riesige Vogel stundenlang im Ofen, verbreitet einen herrlichen Duft, und jedes Familienmitglied wird sich auf die schön gedeckte Tafel freuen. Weihnachtsgänse landen meist mit Rotkohl, Knödeln und einer reichhaltigen Soße auf dem Tisch. Dazu ein gutes Glas Wein serviert und das Festessen ist komplett.
Jedoch sollte man bedenken, dass eine Weihnachtsgans auch sehr fett ist. Selbst wenn das Fett durch den Garvorgang schmilzt, Gänsebraten liegt trotzdem meist recht schwer im Magen. Es gibt Alternativen zur traditionellen Weihnachtsgans.
Pute beispielsweise ist weniger fett, lässt sich wunderbar füllen, und macht sich auf der gedeckten Tafel genauso prachtvoll wie eine Weihnachtsgans. Es gibt zahlreiche Rezepte um eine Pute so zuzubereiten, dass diese Mahlzeit niemand je wieder vergessen wird.
Ein Kasseler Braten im Teigmantel ist auch ein schöner Anblick auf der Weihnachtstafel, enthält kaum Fett und schmeckt hervorragend. Schöne Rezepte für Weihnachtsessen findet man alljährlich bereits lange vor der Weihnachtszeit in Zeitschriften, aber auch im Internet.
Wir kennen das alle, kaum nahen die Feiertage, geht es an das Dekorieren.
Und viele Deko-Materialien benötigen Strom. Ob es nun die Lichterketten oder beleuchtete Figuren für die einzelnen Fenster sind, oder die Lichterkette für den Weihnachtsbaum – alles benötigt Strom. Begeistert stehen wir vor so manchem, schmucken Haus mit schönem Garten, über dessen Bäume ebenfalls Lichterketten oder Lichternetze gezogen wurden, von den beleuchteten, weihnachtlichen Figuren für den Garten einmal ganz abgesehen.
Die unterschiedliche Dekoration der Häuser verwandelt so manche Straße in einen weihnachtlichen und äußerst romantischen Ort, an dem man sich nicht satt sehen kann.
Aber wie ist das mit dem Thema „Strom sparen“, das uns sonst das ganze Jahr über beschäftigt, aber gerade an Weihnachten scheinbar vollkommen vergessen wird?
Es dürfte kein Zweifel bestehen, dass der Stromverbrauch eines jeden Haushalts sich in der Weihnachtszeit nahezu verdoppelt, bei manchen Menschen sogar verdreifacht.
Wer Strom sparen möchte, sollte also alles Unnötige vermeiden.
Lichterketten sind schön, sollten aber vielleicht nur an den Fenstern angebracht werden, die zur Straße zeigen. Weniger ist mehr und angesichts der immer weiter steigenden Strompreise sollte man über den Neukauf von energiesparenden Dekorationsmaterialien nachdenken! Strom sparen gilt auch für die Weihnachtszeit.
In jedem Land und in jeder Familie wird der Heilige Abend anders gestaltet. Für die einen ist der Gottesdienstbesuch Pflicht, für die anderen darf an diesem Abend nur Kartoffelsalat auf den Tisch. Die meisten sehen diese Zeit des Jahres aber als eine Zeit der Rituale und der Traditionen, sodass das Weihnachtsfest stets an das des letzten Jahres erinnert.
Der Kirchenbesuch ist in Deutschland auch für Atheisten, immer noch üblich. Meist ist hierbei die ganze Familie beteiligt. Im Laufe des Abends werden die Geschenke, die man für seine Lieben und Verwandten gekauft hat, unter den Weihnachtsbaum gelegt.
In der Vergangenheit war es beliebt, unter dem schummrigen Licht des Weihnachtbaumes Gedichte vorzutragen oder gemeinsam Lieder zu singen. Heute ist dies immer noch ein beliebter Brauch, dem die Kinder Folge leisten müssen, damit die Bescherung beginnen kann.
Weihnachten als eines der katholischen Hauptfeste, neben Pfingsten und Ostern, wird in vielen Ländern der Welt prächtig zelebriert.
Es beginnt am 24. Dezember mit dem Heiligabend, an welchem der Geburt Jesus Christus gedacht werden soll und endet am Sonntag nach “Heilige drei Könige”.
Viele Familien besuchen am heilig Abend mit ihren Liebsten das Grippenspiel in der Kirche, um das Fest stimmungsvoll einzuläuten.
Wieder zu Hause angekommen klopft auch schon der Weihnachtsmann an die Tür und bringt zur Bescherung viele Geschenke. Dies ist auf die Gaben (Myrrhe, Weihrauch und Gold) der Heiligen drei Könige (Balthasar,Caspar und Melchior) für den kleinen Jesus zurückzuführen.
Das “Fest der Liebe” ist nicht umsonst die beliebteste Bezeichnung für Weihnachten, denn zu keiner anderen Zeit im Jahr ist die Familie so oft beisammen. Plätzchen backen, Weihnachtsbaum schmücken und Gänsebraten sind nur wenige der Sachen die die Adventszeit so herrlich machen.
Ob es das volkstümliche “Stille Nacht, heilige Nacht”, Bach´s Weihnachtsoratorium oder “Last Christmas” von “Wham!” sind, die Weihnachtszeit wird von altersher durch Musik bekleidet und bringt auch dadurch die Menschen wieder etwas näher zusammen.
Trotz einer häufig kritisierten Kommerzialisierung und Hektik bei den Weihnachtseinkäufen möchte doch sicherlich niemand dieses wunderbare Fest missen!